Tagung Parknetzwerk 27.10.2005
 

Referenten
Arbeitsgruppen
Exkursionen
Tagungsbericht

Am 27.10 lud der Verein der Freunde des Eisenstädter Schlossparks gemeinsam mit der Stadtgemeinde Eisenstadt im Rahmen des grenzüberschreitenden Parknetzwerks „Die großen Gärten“ zu einer Fachtagung zum Thema „Garten- und Parktourismus als Chance für den Sanften Tourismus der Region“ in die Orangerie im Eisenstädter Schlosspark ein.

Ziel der Tagung war es eine Nutzung der Schlossparks für touristische Zwecke zu diskutieren und Ideen und Vorschläge für die Parkanlagen zu entwickeln

Rund 50 Teilnehmer aus den verschiedensten Fachrichtungen kamen um Ideen, Erfahrungen und Know How auszutauschen und sich in sechs Arbeitskreisen intensiv mit den Problemen und Chancen des Parktourismus auseinanderzusetzen.

Auf der Tagung war auch internationales Publikum vertreten, neben den Projektpartnern des Parknetzwerks aus Ungarn (Esterhazypark Fertöd) und der Slowakei (Schlosspark Rusovce und Malacky) ist auch eine Vertreterin des italienischen Parknetzwerks „Grandi Giardini Italiani – Giardino Felix“ angereist, der Koordinator des Green Belt – einem europäischen Schutzgebietsnetzwerk sowie Vertreter slowakischer und kroatischer Regionalmanagements dabei.

 Die Referenten (zum Vergrößern Bild anklicken)

Dir. Gerhard Gucher, Burgenland Tourismus DI Hermann Hansy, Regionalmanagement Burgenland Dir. DI Brigitte Mang, Bundesgärten Wien_Innsbruck
Dr. Harald Ladich, Regionalmanagement Burgenland Alois Lang, Green Belt IUCN DI Yvonne Kuhmlehn, Gartenleitung Schlosshof

 Die Arbeitsgruppen

Die Tourismuslandschaft und -entwicklung im Dreiländereck. Wie passen die Parks dazu? Leitbilder, Ziele, Visionen auf festem touristischem Boden (Betreuung der Arbeitsgruppe Dir. Gucher, DI Kumlehn)
Die Arbeitsgruppe von Dir. Gerhard Gucher (Burgenland Tourismus) kam zu dem Ergebnis, dass Parkanlagen positive Imageträger sind und stärker als bisher in die touristische Vermarktung miteinbezogen werden sollen. Dazu sei ein jeweils unverwechselbares Angebot (USP – unique selling proposition) herauszuarbeiten, um die einzelnen Parkanlagen voneinander unterscheidbar zu machen. Im Fall des Eisenstädter Schlossparks könnte das eine Verbindung zum Thema Haydn sein. Haydn würde sich aufgrund seiner Lebensgeschichte (Geburt in Rohrau, lange tätig in Fertöd und Eisenstadt) aber auch als ein Leitthema für das gesamte Parknetzwerk eignen. Ziel einer touristischen Vermarktung wäre die wirtschaftliche Umwegrentabilität, denn ohne öffentliche Mittel könne man die Gärten nicht erhalten.

Öffentliche Nutzung und Naherholung kontra touristische Vermarktung? Wie funktioniert die Koexistenz? (Betreuung der Arbeitsgruppe Dir. DI Mang)
Einig war sich die Arbeitsgruppe um Dir. Brigitte Mang (Bundesgärten) darin, dass zukünftige Veranstaltungen in den Gärten keinen Eventcharakter annehmen sollten.

Parkanlagen als bedeutendes, gemeinsames Kultur- und Naturerbe am Green Belt. Vom Dreiländereck zur Vision Netzwerk: Die (großen) Gärten entlang des Green Belt“ (Betreuung der Arbeitsgruppe Lang)
Auch die Wertschätzung für die Anlagen sowohl bei Bevölkerung als auch Gästen/Touristen müsse weiter gefördert werden – etwa durch verstärkte Information, Aufwertung der Parks durch Leitsysteme/Beschilderung, so Alois Lang (Koordinator Green Belt).

Vision „Schlösserregion = Parkregion“ im Dreiländereck Österreich
- Ungarn – Slowakei (Betreuung der Arbeitsgruppe DI Hansy)
Als Problempunkt in den Parkanlagen wurden von DI Hermann Hansy (Regionalmanagement Weinviertel) eigentumsrechtliche Fragen angesprochen, in denen sich die Netzwerkpartner intensiver austauschen sollten.

Parkrevitalisierungen, Netzwerke, Sanfter Tourismus & Marketingmaßnahmen - grenzüberschreitende Projekte im Hinblick auf die künftige Förderkulisse (Betreuung der Arbeitsgruppe Dr. Ladich)
Förderungen aus EU Mitteln, die auch in Zukunft eine internationale Zusammenarbeit zu touristischen Interessen zwischen den Parks ermöglichen werden, stellte Dr. Harald Ladich (RMB) vor.

Was ist konkret nötig um von den Parkanlagen zum vermarktbaren Produkt zu kommen? Wie könnten Packages und Produkte aussehen? (Betreuung der Arbeitsgruppe Mag. Jeller)
Die Arbeitsgruppe um Mag. Jeller diskutierte die Möglichkeit einer touristischen Vermarktung von Parkanlagen über eine gemeinsame Plattform "Parktourismus". Vorraussetzung sei allerdings eine entsprechende Dichte und Qualität der Parks und die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung.
Als konkreter Vorschlag für die Parks wurden Kombi-Tickets für Schlossführungen inkl. Parkbesichtigung angeführt.

Arbeitsgruppe Dir. Gucher Arbeitsgruppe DI Mang Arbeitsgruppe Lang
Arbeitsgruppe DI Hansy Arbeitsgruppe Dr. Ladich Arbeitsgruppe Mag. Jeller

 Exkursionen

Anschließend an die Tagung fanden Exkursionen in die Schlossparks Eisenstadt, Fertöd, Rusovce, Schloss Hof und Eckartsau statt.
Dabei konnten sich die Besucher – geführt von Gartenexperten vorort von den Qualitäten der Gärten überzeugen und Problembereiche der einzelnen Anlagen diskutieren.

zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken

Vor dem Leopldinentempel in Eisenstadt Im Leopoldinentempel Bei einem Spaziergang erläutern
DI Schmidt und Ing. Selucky einen Plan
Gruppenbild in Fertöd Im Park von Fertöd Dr. Alföldy bei der Parkbesichtigung
DI. Kumlehn und die Teilnehmergruppe in Schloss Hof Schloss Hof, Parterre, 3. Terrasse Schloss Hof Parterre, Detail Kiesflächen
DI. Kumlehn erklärt die Bepflanzung in Schloss Hof Westfassade Schloss Eckartsau Sumpfzypresse in Eckartsau
DI Pausch und die Exkursionsteilnehmer in Eckartsau Ing. Reigl und die Exkursionsteilnehmer in Eckartsau  
Jozef Mallinerits mit den Teilnehmern im Park von Rusovce Romanische Kirche im Park Das Schloss im neugotischen Stil

 

 Tagungsbericht

Hier können Sie den 57 Seiten unfassenden Tagungsbericht downloaden. (PDF 3,2 MB)

zurück