Sanierung Eiche
 

Geschichte

Mit weit über 300 Jahren stellt die imposante Eiche den ältesten und einen der eindruckvollsten Bäume im Harrachpark dar.
Die einheimische Stieleiche stand bereits Anfang des 18. Jahrhunderts in einem Auwald, der zu dieser Zeit das Gelände des Parks bedeckte. Im Zuge umfangreicher Umgestaltungen des Geländes zum geometrischen Barockgarten (ab 1707) wurde die Eiche freigestellt und später in die Gestaltung miteinbezogen.

Sanierung

Nach über 3 Jahrhunderten geht nun das Baumleben der alten Eiche langsam zu Ende. Um den Baum, ein Wahrzeichen des Parks, so lange wie möglich als zu erhalten, wurden in den letzten Jahren baumpflegerische Maßnahmen wie das Entfernen von Totholz in der Krone durchgeführt.
Ein Sturm im Oktober 2004 fügte dem Baum so schwere Schäden im Kronenbereich zu, dass erneut Eingriffe im Kronenbereich sowie am Stamm notwendig wurden. Bei den Sanierungsmaßnahmen wurden beschädigte und die Wegsicherheit gefährdende Äste gekappt und die verbleibenden starken Äste der Krone mit Metallseilen an benachbarten Bäumen verankert/fixiert.

Lebensraum Totholz

Gerade in ihrer „Baumpension“ bietet die langsam sterbende Eiche mit viel Totholz und Bruthöhlen im Kronenraum und ihren großen Verletzungen am Stamm Lebensraum für verschiedenste Pilz-, Moos-, Flechten- und Tierarten.
So etwa ist für den Eichenbock, eine seltene Käferart, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Park vorkommt - die Erhaltung isolierter Alteichen in besonnter Lage lebensnotwendig. Diese hoch spezialisierte Käferart ist in ganz Österreich gefährdet, da geeignete Lebensräume mit einem entsprechenden Anteil an Totholz in den modernen Wirtschaftswäldern fehlen.

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